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Ausreißer und Über-drüber-Talente – Paul Breitner im Interview

Am 1. Mai fand das Sichtungsturnier für den Bayern Youth Cup an der Säbener Straße statt. Paul Breitner, ehemaliger Nationalfußballer und Weltmeister von 1974, hat dabei nach jungen Talenten Ausschau gehalten und die Spieler genau beobachtet. Hier im Interview erzählt er uns mehr dazu.

Paul Breitner's Adleraugen entging nichts beim Sichtungsturnier. (Foto: Samir Sakkal)

Paul Breitner’s Adleraugen entging nichts beim Sichtungsturnier. (Foto: Samir Sakkal)

Herr Breitner, wenn Sie die Jungs so spielen sehen, bekommen Sie dann auch wieder Lust Fußball zu spielen?

Nein, sonst hätte ich was versäumt. Ich halte nichts davon, wenn ältere Menschen sagen ich möchte noch einmal 15, 20, 30 oder 40 sein. Dann haben sie in ihrem Leben viele Fehler gemacht und viel versäumt. Ich habe nichts versäumt. Ich kann mich gut an diese Zeit erinnern und es war alles wunderbar.

Worauf achten Sie, wenn Sie die Talente sichten. Worauf kommt es an?

Das Wichtigste für mich ist zu sehen, ob einer der hier mitspielt, er selbst ist und er selbst werden will. Für mich ist wichtig, dass niemand jemanden kopiert. Das keiner einer werden will den es schon gibt, sondern das jeder versucht mit seinem Körper, seiner Motorik, seinen Bewegungsmöglichkeiten und seinem Talent sich selber weiter zu bringen. Das ist sehr schnell mit zwei, drei Situationen zu sehen, ob einer Charakter hat, indem er seinem Mitspieler hilft, wenn der in einer schwierigen Situation ist. [Oder] ob er selbstrisikobereit ist, um ein Problem auf dem Platz zu lösen [oder] um mal einen komplizierten Ball zu spielen, ein Dribbling zu starten. Also kein Alibi, ich will keine Alibi Menschen, ich will keine Alibi Fußballer.

Sie haben auch in anderen Ländern die Talente gesichtet. Wenn Sie diese mit deutschen Talenten vergleichen, was fällt Ihnen auf, ist das Niveau sehr unterschiedlich?

Aktiv und Engagiert erklärt er den Spielern worauf es ankommt. (Foto: Samir Sakkal)

Aktiv und Engagiert erklärt er den Spielern worauf es ankommt. (Foto: Samir Sakkal)

 

Es gibt einen großen Unterschied was den Körper, die Größe angeht. Wir haben hier das Turnier mit den größten, erwachsensten Spielern. Das ist logisch, wenn ich in Japan bin, weiß ich, dass dort von Haus aus natürlich ein ziemlicher Unterschied besteht, was den Körperbau angeht, im Vergleich zu hier, Russland, Österreich [oder] Italien.

 

Sie haben in den verschiedenen Ländern sicher viele sehr gute, talentierte Fußballer gesehen. Ist Ihnen die Entscheidung für bestimmte Spieler schwer gefallen?

 

Es ist oft schwierig, weil immer mehr als zehn, zwölf oder 13 Spieler übrig bleiben, von denen ich sage, okay, die würde ich gerne mit nach München nehmen. Auch heute habe ich wieder garantiert 25 oder 30 Spieler, die in Frage kommen könnten. Es gibt aber auch in jedem Jahr und in jedem Land immer wieder Ausreißer, immer wieder „Über-drüber Talente „, die sich ein bisschen abheben. Und da sind auch hier drei, vier, die noch ein bisschen besser sind.

Was gefällt Ihnen besonders an buntkicktgut und wie sind Sie darauf aufmerksam geworden?

Mir gefällt besonders, dass das eine Aktion ist, die immer aktiver lebt [und] die auch allmählich, Schritt für Schritt, in das Bewusstsein von mehr Leuten kommt. Das ist keine Aktion , die irgendwo am Rande entstanden ist. buntkicktgut ist ein wunderbarer Teil unserer Gesellschaft, so wie es eigentlich sein sollte. Wir sehen hier wieder einmal, dass Fußball oft der beste Weg ist für Integration, für ein Leben miteinander. Es macht vieles viel leichter. Und das ist mit das faszinierendste, das Wichtigste am Fußball.

    Und zum Abschluss gab es auch noch Gruppenfotos mit dem Bayern-Vertreter..

Und zum Abschluss gab es auch noch Gruppenfotos mit dem Bayern-Vertreter.

Noch zwei kleine Fragen zum Schluss: Wer ist aktuell ihr Lieblingsfußballspieler?

Frank Ribèry.

Wer wird Ihrer Meinung nach Weltmeister?

Spanien oder Deutschland hoffe ich. Ich weiß genauso viel wie Sie, oder genauso wenig.

So wie wir am Dienstag gehofft haben, dass wir mit dem FC Bayern ins Finale kommen. Das wussten wir vorher auch nicht. Kann es gelingen, kann es nicht gelingen? Es ist immer die Hoffnung da, der Wunsch da, dass die eigene Mannschaft oder die eigene Nationalmannschaft etwas erreicht.

Nichts wurde dem Zufall überlassen, selbst Kleinigkeiten wurden notiert. (Foto: Samir Sakkal)

Nichts wurde dem Zufall überlassen, selbst Kleinigkeiten wurden notiert. (Foto: Samir Sakkal)

 

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