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Gastartikel: Die Oleydies in München

Zum Netzwerk-Festival im September kamen auch die Oleydies aus Berlin. Benannt nach ihrem Träger, Oley!!!-Berlin, vertraten die Mädchen aus Kreuzberg und Neukölln die neue Straßenfußballiga aus der Hauptstadt. Nun schildern sie ihre Eindrücke des turbulenten Wochenendes:

Die Oleydies beim „Krafttraining“ für die buntkicktgut-open

Die meisten von uns spielen schon lange auf den Bolzplätzen vom Körnerkiez in Neukölln. Seit letztem Jahr sind wir jedoch größtenteils aus der Bolzplatzliga herausgewachsen und wollten daraufhin unser eigenes neues Ding starten. Wie die Jungs von „Oley!!!“ auch eine U18-Mannschaft haben, wollten wir älteren Mädchen auch weiter bolzen  – und so gründeten wir die Oleydies. Zuerst nahmen wir sporadisch an Turnieren teil (eine unserer Spielerinnen wurde im Frühjahr sogar „Bester Spieler“ bei einem Turnier, an dem nur Jungs teilnahmen). Ende des Sommers haben wir dann unsere Trainerin Carmen gefunden, mit der wir einmal wöchentlich auf dem Bolzplatz vom Nachbarschaftsheim bei uns im Kiez spielen. Mit ihr ging dann auch die Vorbereitung für München so richtig los! Auf einmal waren wir 18 Spielerinnen auf dem Platz, die aus ganz Kreuzberg und Neukölln kamen und wir trafen uns nicht nur zum Training, sondern auch zu anderen Aktivitäten neben dem Bolzplatz. München war dabei natürlich immer Thema, schließlich sollte das die erste Reise mit unserem Team werden – alle wollten mit und untereinander kannten wir uns teilweise noch gar nicht so gut. André, unser Betreuer, erzählte ohne Unterlass von unseren neuen buntkicktgut-Partnern aus München und machte uns dadurch nur noch mehr Lust. Wir schlugen André und Carmen breit, eine Spielerin mehr nach München mitzunehmen, und so musste Carmen mit einem öffentlichen Bus fahren, während wir 8 Stunden Andrés Mobil in einen Partybus verwandelten. Das ganze begann natürlich erst einmal mit einem Steinschlag, der uns prompt drei Stunden Zeit raubte. Von der Autobahn schickten wir singende Grüße an unsere Daheimgebliebenen und waren voller ungebremster Vorfreude auf das Turnier und die Stadt, die nur zwei von uns kannten.


In München waren wir in einer Art Internat untergebracht in einem Wohnviertel, durch das wir zusammen mit Julian von buntkicktgut am gleich ersten Abend streiften. Leider mussten wir feststellen, dass es in München keine „Spätis“ (Kioske, die bis spät in die Nacht hinein aufhaben) zu geben scheint, dabei hatten wir nach der Fahrt das wirklich große Bedürfnis, uns noch zu bewegen und eine Cola zu trinken…

 

Am nächsten Tag ging es dann los zum Turnier vom Netzwerk Straßenfußball. Das wurde gemischt gespielt und so bekamen wir Unterstützung von vier Jungs aus München, während drei unserer Spielerinnen mit unserem alten Freund Youssef aus Berlin, der mittlerweile bei Bayern spielt, in die Allianz Arena gingen. Das Turnier hat echt Spaß gemacht und lief erstaunlich gut dafür, dass wir noch nie in dieser Konstellation gespielt hatten. Bald hatten die Jungs auch gemerkt, dass sie tatsächlich die Bälle an uns abspielen können und sollen und so rutschten wir nur knapp an der weiteren Qualifikation vorbei. Später schrieben uns die Jungs auf Facebook, wie viel Spaß es ihnen bereitet hat!

Voller Einsatz auf der Leopoldstraße

Abends stießen dann unsere drei anderen Spielerinnen zum Turnier dazu. Zwei davon blieben noch bis spät in die Nacht hinein und unterstützten, wie die Jungs es bei uns getan hatten, ein Münchner U17-Team in ihrem Mitternachts-Fußball-Fight. Bei dem Turnier ging’s ganz schön zur Sache – wir hatten zuerst Angst um Wynona und Justine auf der durch den Regen aalglatten Straße. Als wir sahen, wie gut sie sich schlugen, sind wir dann aber ruhigen Gewissens schon mal zur Unterbringung gefahren und voller Eindrücke ins Bett gefallen. Am Sonntag spielten wir beim buntkicktgut-Mädchenturnier mit. Da nur drei Teams teilnahmen, spielten wir Hin- und Rückrunde. Das war besonders spannend, weil stets eine Revanche möglich war und nach vergebenen Chancen im Hinspiel immer noch Möglichkeiten in der Rückrunde bestanden. Wie am Tag zuvor lief nebenbei Musik, zu der wir in unseren Spielpausen rhythmisch tanzten, die anderen Teams fotografierten oder einfach die Atmosphäre vom Straßenfest genossen. Das Mädchenturnier konnten wir zwar nicht gewinnen, doch wurde unsere Spielerin Mandy zur besten Spielerin gekrönt. Und das zu Recht, wie ganz unparteiisch angemerkt sein soll! Wir ließen es uns auch nicht nehmen, trotzdem den Siegerinnenpokal entgegenzunehmen, als wir irrtümlicherweise auf die Bühne gerufen wurden. Schnell rückten wir ihn aber wieder heraus…

Beim Turnier konnten wir auch unsere erste richtige Teamfreundschaft schließen mit den Buntkickerinnen aus München, die uns direkt ein paar Wochen später beim Neuköllner Flutlichtcup besuchten und uns mit BKG-Pullis und -Mützen eindeckten! (Special thanks to BKG-girls und Oussman)

Insgesamt haben wir die Stimmung in München sehr genossen, denn es war mehr als ein Fußballspiel, es war ein ganzes Straßenfest, bei dem wir viele Menschen kennenlernen konnten – nicht nur aus München, sondern auch aus Dortmund und Kassel! Die Musik und Atmosphäre hat uns erlaubt, einfach ausgelassen zu sein. (So ausgelassen, dass eine von uns mal eben ihre Hose zum Turnier vergaß und wir auf der Leopoldstraße unsere ersten Münchner Shopping-Erlebnisse machen konnten). Auch und vor allem war es ziemlich cool für uns, weil uns die Reise als Team näher zusammenrücken ließ. Wir schätzen, dass unsere München-Reise den Grundstein für viele weitere Turniere und Erlebnisse (und Partybusse) gelegt hat, und freuen uns darauf, dieselben mit unseren neuen Freundinnen und Freunden aus München, Dortmund, Kassel und Hamburg zu teilenEure buntkickenden

Eure buntkickenden Oleydies aus Berlin

 

 

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